Sprachen ohne Motivation lernen

Besonders wenn das Wetter schön ist oder die Fernbedienung in der Nähe liegt und dich leise zu ihr ruft, wirst du keine Lust haben, dich an deinen Schreibtisch zu setzen. Vielleicht kommt dir auch jetzt der innere Schweinehund in den Sinn, der dir regelmäßig zuflüstert, was du machen oder nicht machen solltest. Doch eine Sprache kannst du auch ganz ohne Motivation lernen.

Woran erkennst du, dass du ohne Motivation lernst?

Ob der innere Schweinehund bei dir eingezogen ist und du dadurch nicht mehr motiviert bist, kannst du schnell herausfinden. Denn wer nicht voller Energie am liebsten Bäume ausreißen, sondern alles ruhig angehen lassen möchte, erzählt unbewusst so viel von sich. So können folgende Punkte Anzeichen dafür sein, dass du längst die Motivation verloren hast:

  • Am liebsten verbringst du den ganzen Tag in deinem Bett oder auf der Couch.
  • Du isst zu ungesund, das heißt zum Beispiel Süßigkeiten oder Fertigprodukte, aber wenig Obst und Gemüse.
  • Immer wieder kommen Zweifel auf, ob das, was du machst, überhaupt richtig ist.
  • Vielleicht suchst du aber auch ständig nach dem Sinn in deiner Tätigkeit.
  • Keine Motivationstipps haben bei dir geholfen.
  • Oder du hast einfach keinen Spaß mehr daran, Neues zu lernen und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

Wenn diese Punkte auf dich zutreffen, solltest du dir überlegen, woran das liegt. Auch wenn man Sprachen ohne Motivation lernen kann, bedeutet das nicht, dass du auf diese Weise auch die besten Ergebnisse erzielst. Zudem wird dies einige Zeit lang funktionieren, aber auf Dauer wirst du nicht am Ball bleiben können. Daher ist es umso wichtiger, dass du deine Motivation wiederfindest und sie in positive Energie für dein Lernvorhaben umwandelst.

Sprachen ohne Motivation lernen – lieber nicht

Es ist niemals ratsam, eine Sprache ganz ohne Motivation zu lernen. Zum einen wirst du viel mehr Zeit investieren müssen, da du länger brauchst, einzelne Wörter zu lernen und komplexe Grammatikthemen zu verstehen. Zum anderen ist es vergeudete Lebenszeit, wenn du etwas machst, auf das du eigentlich keine Lust hast. Lerne daher nur Sprachen, auf die du Lust hast, und sorge dafür, dass du stets ausreichend Motivation mitbringst. Denn nur so wirst du deine Ziele erreichen und dich jeden Tag auf dein Lernpensum freuen.

Und wenn es doch mal soweit ist, dass du keine Motivation mehr in dir spürst, können dir folgende Tipps helfen:

Schlafe aus.

Fallen dir auch immer die Augen zu und du kannst dich nur schwer konzentrieren? Oft liegt das daran, dass du einfach zu müde bist. Überleg doch mal, wann du das letzte Mal so richtig ausgeschlafen hast und ohne Weckerklingeln aufgewacht bist. Schlaf ist wichtig und Schlaf unterstützt dich dabei, aufnahmefähig zu sein und Neues zu lernen. Achte daher auf einen ausgeglichenen Schlafrhythmus und geh ins Bett, wenn du müde bist (und nicht erst, wenn du vor dem Fernseher eingeschlafen bist). Und ab und zu kannst du auch mal so richtig ausschlafen, um deine Energiespeicher wieder voll aufzufüllen.

Deutsch lernen

Finde heraus, wie sich Glück anfühlt.

Weißt du genau, was dich glücklich und was dich unglücklich macht? Sehr gut! Denn dann kannst du dein Lernvorhaben genau darauf ausrichten. Wenn du dagegen unschlüssig bist, ist es wichtig, dass du dir erstmal Gedanken dazu machst. Macht es dich glücklich, einen Film zu schauen? Hervorragend! Dann sieh dir doch einen in deiner Lernsprache an. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du deine Vorlieben auch in dein Lernen bauen kannst. Probiere aus und finde heraus, wie sich Glück für dich anfühlt.

Atme in der Natur tief durch.

Die gesamte Zeit an deinem Schreibtisch sitzen wird dich mit der Zeit nerven. Du wirst dich schlapp fühlen und die monotone Lernmethode irgendwann langweilig finden. Geh daher öfters in die Natur und atme mal tief durch – mit und ohne Lernpensum. Ein kleiner Spaziergang um den Block, eine schnelle Laufrunde oder eine ausgiebige Fahrradtour können dir dabei helfen, das Gelernte zu verarbeiten und neue Energie zu tanken. Wenn du dagegen die Natur mit dem Lernen verbinden und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchtest, kannst du das natürlich auch: Hör einfach einen Podcast in deiner Lernsprache an, während du draußen unterwegs bist.

Genieß deine freie Zeit.

Wer nur lernt, hat auch nichts vom Leben. Genieß daher auch die freie Zeit, das Nichtstun. Plane also ein oder zwei freie Tage pro Woche ein, an denen du keine Termine oder Verpflichtungen hast und nur Zeit mit dir oder Freunden verbringen kannst. So kannst du abschalten und dich auf dein Lernen freuen.

Setz dir kleine Ziele.

Ein großes Ziel vor Augen zu haben ist zwar gut, kann dich aber auch viel Motivation kosten. Setz dir daher kleine Ziele, die du erreichen und auch feiern kannst. So bekommst du wieder einen neuen Schub Motivation, um auch das nächste kleine Ziel zu erreichen, bis du dann irgendwann bei deinem großen Ziel angelangt bist.

Lerne das, was Spaß macht.

Hand aufs Herz: Lernst du die Sprache, die dir zu hundert Prozent gefällt? Nein? Dann hör auf und such dir eine andere. Du wirst nur besser werden, wenn du eine Sprache lernst, die du wirklich lernen möchtest. Denn nur so macht es auch Spaß, sich mit den Wörtern, den Besonderheiten und der Kultur dahinter zu beschäftigen. Zudem wirst du mit der Zeit merken, wie die Motivation ganz von allein kommt, sobald du deine gewünschte Lernsprache endlich angehst.

Finde heraus, was für ein Typ du bist.

Auch dein Lerntyp spielt eine entscheidende Rolle. Finde heraus, zu welchem du gehörst und welche Lernmethoden für dich am besten sind. Denn ohne die richtige Technik wirst du länger brauchen, dir Wörter zu merken, Grammatikstrukturen zu verstehen und andere Ziele zu erreichen.

Sprachen ohne Motivation lernen – oder doch anders

Hast du etwas bemerkt? Du kannst keine Sprache ohne Motivation lernen. Motivation ist wichtig, um dir zu zeigen, warum du etwas machst und welcher Sinn dahintersteckt. Mach dir klar, dass es immer Zeiten gibt, in denen du motivierter bist, und eben Zeiten, in denen das Gegenteil herrscht. Doch das ist überhaupt nicht dramatisch – solange du weißt, wie du damit umgehst.

Wie wichtig ist dir Motivation beim Lernen?

Foto im Titelbild: Free-Photos / Pixabay

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