Ziele formulieren und erreichen – so geht’s

Ziele sind beim Sprachenlernen das A und O. Denn ohne sie wüsstest du überhaupt nicht, wie du dein Lernen aufteilen sollst. Wenn du weißt, warum du eine Sprache lernst, werden sich auch schnell deine Ziele ergeben. Du wirst nicht mehr planlos lernen und schnell Erfolge feiern können.

Da nahezu jeder, der an der Umfrage von Sprachenlust teilgenommen hat, sich wünschte mehr über das Thema “Ziele erreichen” zu erfahren, gibt es heute natürlich einen Artikel darüber. (Falls du noch nicht an der Umfrage teilgenommen hast, kannst du das hier gerne noch nachholen!)

Was sind Ziele?

Beim Sprachenlernen sind Ziele enorm wichtig, weil sie dir dein Lernen enorm erleichtern können. Durch sie kannst du erfahren, was es heißt, regelmäßig zu lernen und vor allem was es bedeutet, Erfolge zu feiern. Denn sobald du ein Ziel erreicht hast – ganz egal wie groß oder klein es ist – heißt es nur eins: Feiere dich und deinen Erfolg! Du kannst stolz auf dich sein und dich beispielsweise mit einem neuen Buch belohnen.

Warum brauchst du Ziele beim Lernen?

In erster Linie helfen Ziele dir dabei, deine Fortschritte zu sehen, dich zu motivieren und dich Erfolge spüren zu lassen. Außerdem geben sie Struktur in dein Lernen und deinen Lernplan.

Welche Ziele du dir setzt, entscheidest aber du für dich allein. Sie müssen nicht groß sein, sondern nur gut formuliert. Ohne die richtige Formulierung kannst du dir Ziele eigentlich gleich sparen.

Oft dauert es einige Zeit und braucht ein wenig Übung, seine Ziele richtig zu formulieren. Aber wenn du Fortschritte beim Lernen machen möchtest, wirst du da nicht herum kommen.

Aber wie formulierst du ein Ziel überhaupt richtig?

Hier gilt immer der Leitsatz:

“Je genauer formuliert, desto besser.”

Nur so wirst du deine Ziele auch richtig verstehen, dich motivieren und deine Erfolge auch feiern können.

Hier sind zwei Beispiele für eine Zielformulierung:

1) „Ich möchte Spanisch sprechen können.“
2) „Ich möchte mich in drei Monaten in Spanisch verständigen können. Das heißt: Ich möchte Alltagskonversationen führen und leichte Zeitungsartikel und Bücher lesen können.“

Wo ist der Unterschied?
Formulierung eins ist schwammig. Es ist hierbei nicht klar, wie gut die Sprache Spanisch wirklich gesprochen werden soll und welche Zeit sich der Lerner dafür gibt.
In Formulierung zwei dagegen wird klar, was der Lerner in Spanisch in einem gewissen Zeitraum (hier drei Monate) beherrschen möchte.

Achte bei deiner Zielformulierung darauf, dass sie das Was und das Wann beinhaltet. Das bedeutet, dass du dir erstmal darüber im Klaren sein musst, was du überhaupt in welchem Umfang lernen möchtest.
Dann musst du dir eine Zeitspanne festlegen, wie viel Zeit du dir gibst, um dein Ziel zu erreichen. Achte hierbei darauf, dass du es nicht zu kurz fasst, denn oft braucht man länger als man denkt.

Deine Zielformulierung ist niemals endgültig und du kannst sie täglich an dein Lernverhalten und deine Bedürfnisse anpassen, sodass du am Anfang keine Angst haben brauchst, etwas Falsches aufzuschreiben.

Trotzdem nehmen die wenigsten Lerner sich wirklich die Zeit dafür, ihre Ziele aufzuschreiben. Viele sind am Anfang überfordert, weil sie erstmal überhaupt nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Andere vergessen die Ziele schlicht und einfach, weil sie ihr Lernen nur kurzfristig sehen.

Aber um wirklich Ziele zu erreichen und Erfolge feiern zu können, musst du langfristig denken (und lernen).

Du lernst ja schließlich auch keine Vokabeln, um die nächsten zwei Minuten einen Satz damit zu bilden. Du lernst Vokabeln, um sie auch in drei Monaten oder in drei Jahren noch anwenden zu können. Und genau dieses Phänomen solltest du mit deinem ganzen Lernverhalten verbinden.

Was machst du mit deinen Zielen, wenn du sie aufgeschrieben hast?

Deine Ziele sollten immer präsent und ein fester Bestandteil in deinem Lernen sein.

Schreibe deine Ziele auf ein Blatt Papier und hänge es über deinen Schreibtisch. Du kannst deine Ziele aber auch auf dein Motivationsplakat oder auf deinen Lernplan schreiben. Manche Lerner haben am PC auch ihren Desktophintergrund so gestaltet, dass ihre Ziele immer präsent sind (zum Beispiel durch Bilder). Andere Lerner schreiben Sie auf ihre Schreibtischunterlage und haben sie so immer direkt vor Augen.

Natürlich kannst du nicht immer dein Ziel dabei haben, zumindest in Form von einem Blatt Papier. Aber du kannst dein Ziel immer im Kopf haben. Du musst wissen, warum du eine Sprache lernst und was du mit der Sprache erreichen möchtest.

Denn nur so holst du auch das Beste beim Lernen aus dir heraus.

Ziele ändern sich!

Doch keine Angst, wenn du eines Tages deine Ziele durchliest und das Gefühl hast, dass es hinten und vorne nicht mehr passt. Ziele können sich verändern. Sogar die Sprache, die du lernst, kann sich ändern.

Im schlimmsten Fall lernst du eine Sprache, hast deine Ziele richtig formuliert und merkst nach einigen Wochen, dass es einfach nicht passt. Du kannst zum einen mit der Sprache nicht glücklich werden oder du hast zum anderen Probleme, dein Ziel in der angesetzten Zeit zu erreichen. Aber auch Lernmethoden oder viel Stress auf der Arbeit können dir einen Strich durch die Rechnung machen. Aber alles halb so wild. Erstmal keine Panik, denn deine Ziele sind niemals fest und du kannst sie immer an dein Leben anpassen.

Es ist niemals so schlimm, wie es am Anfang scheint. Natürlich nur solange du die Hände nicht über dem Kopf zusammenschlägst und völlig verzweifelt aufgibst. Denn Aufgeben ist für so einen leidenschaftlicher Lerner wie dich überhaupt keine Option! Bewahre Ruhe und versuche dein Problem zu lösen.

Wenn du also irgendwann merkst, dass das niedergeschriebene Ziel nicht mehr dein Ziel ist, ändere es einfach. Passe das Ziel an dich an. Denn wenn deine Ziele falsch formuliert sind, kann es passieren, dass du frustriert bist, weil du dein Ziel nicht erreichst und keine Erfolge feiern kannst. Das hat zur Folge, dass du mit dem Gedanken “nicht gut genug zu sein” aufgibst und niemals in den Genuss dieser wunderschönen Tätigkeit kommst (egal ob das eine Sprache oder etwas anderes ist).

Um dem entgegenzuwirken ist es am Anfang am besten, wenn du deine Ziele überprüfst, sobald du anfängst zu lernen. Am besten täglich. Sobald du deine Ziele nicht mehr ständig ändern musst, kannst du deine Abstände vergrößern. Das heißt, dass du deine Ziele nur noch einmal in der Woche und dann einmal im Monat überprüfst.

Schenke deinen Zielen beim Lernen die Aufmerksamkeit, die sie brauchen. Denn nur so wirst du auch deine Erfolge feiern können und stolz auf dich sein.

Was sind deine Ziele beim (Sprachenlernen)?

Wenn du Hilfe bei deiner Zielformulierung brauchst, frag doch mal in der Sprachenlust Community. Ich bin mir sicher, dass dort alle ein offenes Ohr für dich haben werden und dir schnell helfen können!

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©Titelbild: Pixabay.com (bearbeitet)

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