Werde besser durch Synonyme

Vielleicht hast du schon bemerkt, dass es im Deutschen für nahezu jede Situation ein passendes Wort gibt. Und genau dadurch wird die Sprache besonders. Zum einen bietet sie dir Herausforderungen, deren Erfolge du am Ende feiern kannst, zum anderen hilft es dir dabei, dich mit der Sprache bis ins kleinste Detail auseinanderzusetzen. So unterstützen dich Synonyme dabei, genau das auszudrücken, was du auch im Kopf hast.

Was ist ein Synonym?

Synonyme gibt es in jeder Sprache und es ist ganz normal, dass es für die einen Wörter mehr Synonyme als für andere gibt. Ein wichtiger Aspekt ist, dass ein Synonym ein anderes Wort ersetzen kann, ohne dessen grundlegende Bedeutung zu ändern. Dennoch gibt es auch hier Sätze, in denen nicht jedes Wort passend ist. Manchmal drückt ein bestimmtes Wort einfach genau das aus, was du auch wirklich sagen willst.

Obwohl es also verschiedene Synonyme gibt, musst du auch immer auf den Satz, dessen Bedeutung und auf den Kontext achten, um die beste Wahl zu treffen.

Synonyme im Deutschen – was du wissen musst

Wie du bereits weißt, hat die deutsche Sprache unzählige Wörter. Und genau das kann ein Problem für dich werden, wenn du sie alle lernen musst. Doch keine Panik! Synonyme lernst du im Grunde wie andere Vokabeln auch. Je mehr Zeit du mit der Sprache verbringst, desto mehr Wörter wirst du eben auch kennenlernen – wie zum Beispiel in der Challenge Besser Deutsch schreiben, die jeden Monat stattfindet.

Dennoch sagt die Anzahl der Wörter einiges über dein Sprachniveau aus. Die klassische Faustregel ist einfach: Je mehr Wörter du kennst und anwenden kannst, desto besser sprichst du eine Sprache und desto größer sind deine Sprachkenntnisse.

Du bist noch nicht überzeugt? Keine Sorge! Um dir die Wichtigkeit von Synonymen zu zeigen, schauen wir uns am besten ein Beispiel an:

Der junge Mann sagt: “Geh raus”.
Der junge Mann brüllt: “Geh raus”.

Bemerkst du den Unterschied? Vermittelt einer der Sätze etwas Nettes? Oder sind beide Sätze unfreundlich und aggressiv? Höre hierbei auf dein Bauchgefühl und verlasse dich auf das, was du bis jetzt gelernt hast. Vertrau dir selbst!

Es sind die zwei Wörter sagen und brüllen, die einen Unterschied machen. Obwohl beide Verben bedeuten, dass eine Person irgendwelche Worte oder Laute von sich gibt, bildet sich beim Leser je ein eigenes Bild. So hast du wahrscheinlich eine etwaige Vorstellung der Lautstärke, der Geschwindigkeit und auch der Betonung im Kopf, wie der junge Mann etwas von sich gibt.

Mit Blick auf unser Beispiel ergibt sich also folgendes: Das Verb sagen vermittelt hier den Eindruck, dass der junge Mann ruhig und gelassen ist, aber dennoch eine klare Ansage gibt. Bei dem Verb brüllen wird deutlich, dass er genervt, böse und vielleicht sogar aggressiv ist.

Daher ist mein Tipp für dich: Beschäftige dich mit der deutschen Sprache und lerne so viele Wörter wie nur möglich. Denn nur so wirst du in der Lage sein, dich so auszudrücken, wie du es auch wirklich möchtest. Hierbei können dir Sprachkurse, Übungsaufgaben, Bücher und vieles mehr helfen.

Synonyme für deutsche Verben

Denkst du jetzt, dass es mit Sicherheit nicht so viele Synonyme für ein Wort gibt? Dann irrst du dich! Nahezu jedes Wort im Deutschen hat mindestens ein Synonym. Besonders auffällig ist dies bei Verben. Und genau das möchte ich dir mit den folgenden Beispielen zeigen:

sagen

  • anmerken
  • artikulieren
  • aussprechen
  • austauschen
  • benennen
  • beteuern
  • bezeichnen
  • brüllen
  • erzählen
  • erklären
  • flüstern
  • formulieren
  • labern
  • mitteilen
  • offenbaren
  • quatschen
  • rufen
  • schreien
  • schwafeln
  • schwätzen
  • sprechen
  • tratschen
  • unterhalten
  • formulieren
  • äußern

gehen

  • bummeln
  • flanieren
  • gleiten
  • huschen
  • latschen
  • laufen
  • marschieren
  • promenieren
  • schleichen
  • schlendern
  • spazieren
  • stapfen
  • stampfen
  • stelzen
  • stiefeln
  • tappen
  • taumeln
  • trampeln
  • trödeln
  • trotten
  • trudeln
  • wackeln
  • wandern
  • watscheln

schreiben

  • aufsetzen
  • aufschreiben
  • beschriften
  • dokumentieren
  • eingeben
  • erfassen
  • formulieren
  • in Worte fassen
  • krakeln
  • kritzeln
  • niederschreiben
  • notieren
  • schmieren
  • tippen
  • zu Papier bringen
  • verfassen

haben

  • besitzen
  • bekommen
  • gehören
  • erhalten
  • hegen
  • jemands Eigentum sein
  • sein Eigen nennen
  • verfügen
  • verwalten
  • zuteilwerden

sehen

  • beäugen
  • bemerken
  • betrachten
  • blicken
  • erblicken
  • erspähen
  • gaffen
  • glotzen
  • gucken
  • kucken
  • schauen
  • sichten
  • spähen
  • starren
  • stieren
  • wahrnehmen
  • zu Gesicht bekommen

essen

  • den Hunger stillen
  • genießen
  • knappern
  • löffeln
  • naschen
  • schlemmen
  • schmatzen
  • schmausen
  • sich stärken
  • sich vollstopfen
  • spachteln
  • verdrücken
  • verputzen
  • vertilgen
  • verzehren
  • zu sich nehmen
  • zugreifen

lernen

  • aufnehmen
  • büffeln
  • durcharbeiten
  • sich aneignen
  • erlernen
  • erwerben
  • pauken
  • sich bilden
  • sich einprägen
  • studieren

hören

  • anhören
  • aufschnapen
  • erhorchen
  • gehorchen
  • hinhören
  • horchen
  • lauschen
  • mithören
  • mitkriegen
  • vernehmen
  • wahrnehmen
  • weghören

Synonyme lernen – so geht’s

Damit du Synonyme verwenden kannst, musst du sie erstmal lernen. Und das geht genauso wie mit anderen Vokabeln auch. Dennoch ist es wichtig, dass du dich hierbei nochmal mit der genauen Bedeutung jedes einzelnen Wortes auseinandersetzt. Denn wie du jetzt weißt, sind es oft nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.

Beginne also mit einem Wort, für das du verschiedene Synonyme lernen möchtest (am besten eignen sich hierfür Verben). Sobald du eine kleine Liste oder ein MindMap erstellt hast, arbeite dich durch die einzelnen Begriffe und versuche, ihre Bedeutung so genau wie möglich zu beschreiben. Worin unterscheiden sich die beiden Begriffe? Und was macht sie besonders? Oft helfen auch Beispiele, um dir die wahre Bedeutung ins Gedächtnis zu rufen.

Welche Wörter und deren Synonyme kennst du bereits?

Foto im Titelbild: Lena Müller

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