Sprachpartner finden

So findest du Sprachpartner zum Lernen

Sprachpartner helfen dir gerade in Zeiten, in denen du viel zuhause bist, beim Lernen. Durch sie kannst du nämlich nicht nur deine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch mehr über das Land und dessen Einwohner erfahren. Doch viele Lerner finden es schwierig, einen passenden Sprachpartner zu finden. Dabei ist es viel leichter, als du vielleicht denkst!

Was macht einen Sprachpartner aus?

Ein Sprachpartner hilft dir in erster Linie dabei, durch regelmäßige Gespräche deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Gleichzeitig hilfst du ihm dabei, besser in seiner Lernsprache zu werden. Daher ist es am besten, wenn du die Muttersprache deines Sprachpartners lernst und er deine Muttersprache lernt. Denn nur so könnt ihr euch bestmöglich unterstützen.

Hier ist ein Beispiel: Simons Muttersprache ist Deutsch und er möchte Italienisch lernen. Daher sucht er nach einem Sprachpartner, der ihm dabei helfen kann. Nach kurzer Zeit lernt er Alessandro kennen, der Deutsch lernen möchte.

Besonders hilfreich ist ein Sprachpartner natürlich dann, wenn ihr Themen habt, die euch beide interessieren. So stellt ihr sicher, dass ihr immer Gesprächsstoff habt und keine peinlichen Pausen entstehen. Zudem ist es wichtig, dass du mit deinem Gegenüber auf menschlicher Ebene zurechtkommst, das heißt, dass du ihn sympathisch finden solltest. Denn nur wenn du mit einer Person gerne redest, wirst du das auch regelmäßig machen.

Wie läuft ein Gespräch mit einem Sprachpartner ab?

Am einfachsten ist es, wenn ihr euer Gespräch online führt. So könnt ihr beispielsweise über Skype, Google Hangouts oder Zoom nutzen. Wenn du das Glück hast, dass dein Sprachpartner in deiner Nähe wohnt, könnt ihr euch natürlich auch zu einer Tasse Kaffee in einem schönen Café treffen.

Um nochmal auf das Beispiel zurückzukommen: Simon und Alessandro treffen sich jeden Montagabend um 19 Uhr, um sich eine Stunde lang zu unterhalten. Sie reden zuerst 30 Minuten in Italienisch und dann 30 Minuten in Deutsch.

Deutsch lernen

Durch den festen Termin jede Woche stellen beide zudem sicher, dass ihnen kein anderer Termin dazwischenkommt. Das Tandemgespräch steht fest im Kalender und nach wenigen Wochen ist es zwischen Simon und Alessandro bereits zur Routine geworden, nach der Hälfte einfach die Sprache zu wechseln.

Zudem sind 60 Minuten eine gute Länge, um konzentriert zu bleiben, aber dennoch Spaß beim Lernen zu haben.

Im Grunde sollte es wie ein Gespräch unter Freunden sein. Einzig mit dem Unterschied, dass ihr die Hälfte in der einen und die Hälfte in der anderen Sprache redet. Um einen noch größeren Nutzen aus dem Gespräch ziehen zu können, bitte deinen Sprachpartner, dich bei Fehlern zu verbessern. Denn nur so kannst du deine Sprachkenntnisse auch gezielt vergessen. Im Gegenzug verbessert du seine Fehler natürlich auch und erklärst sie ihm gegebenenfalls.

So findest du Sprachpartner zum Lernen

Um den passenden Sprachpartner für dich zu finden, gibt es viele Möglichkeiten. Dennoch solltest du dir vorher über ein paar Fragen Gedanken machen.

1. Wie viel Zeit hast du zur Verfügung?

Möchtest du an einem Tag pro Woche mit deinem Sprachpartner reden oder sind dir zwei oder sogar drei Treffen lieber? Nicht jeder hat mehrere Stunden pro Tag zur freien Verfügung, sodass du dir bereits vorher überlegen solltest, wie viel Zeit du in Tandemgespräche investieren kannst.

Am besten fängst du mit einem oder zwei Gesprächen pro Woche an und steigerst die Anzahl mit der Zeit. Wenn du dennoch mehr üben möchtest, kannst du dir mal die Lernbetreuung per E-Mail anschauen. Denn diese ist flexibel einsetzbar und ist eine perfekte Ergänzung zu deinem Sprachpartner.

2. Wann möchtest du mit einem Sprachpartner reden?

Wenn du deine Tandemgespräch online fühst, ist es leicht, mit Personen aus der ganzen Welt in Kontakt zu kommen. Demnach gibt es aber auch die Zeitverschiebung, auf die du achten musst. Überlege dir daher vorher, ob du lieber am Morgen, tagsüber oder erst am Abend mit einem Sprachpartner reden möchtest.

Wenn wir zum Beispiel wieder zu Simon und Alessandro schauen, ist das kein großes Problem: Simon wohnt in Deutschland und Alessandro in Italien, sodass es hier keine Zeitverschiebung gibt.

Anders ist es, wenn dein Sprachpartner beispielsweise in Südamerika oder Australien wohnt. Damit du also auch wirklich Fortschitte mit einem Tandemgespräch machen kannst, behalte auch die Zeitfrage bei der Suche nach einem Sprachpartner im Hinterkopf.

3. Wie viel Sprachen lernst du?

Lernst du eine Sprache und suchst daher nur einen Sprachpartner? Oder liebst du es, in verschiedene Sprachwelten einzutauchen und suchst daher mehrere Sprachpartner? Die Anzahl deiner Lernsprachen ist wichtig, wenn du dir überlegst, wie viele Sprachpartner sinnvoll sind.

Lernst du beispielsweise nur eine Sprache, könnte ein Sprachpartner ausreichend sein. Wenn du aber dagegen mehrere Sprachen lernst, ist es sinnvoll, für jede Sprache einen passenen Lernpartner zu haben. Doch auch hier gibt es wieder ein Problem: die Zeit. Es ist wichtig, dass du zwar deine Sprachkenntnisse verbesserst, aber allein durch Tandemgespräche wird das nicht funktionieren. Integriere die Sprache in deinen Alltag und überlege dir, welche Sprache für dich am wichtigsten ist. Denn auf diese solltest du dich am ehesten konzentrieren.

Was denkst du über Sprachpartner? Können sie beim Lernen helfen?

Foto im Titelbild: StockSnap / Pixabay

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