Pareto-Prinzip – so wendest du es richtig an!

Eine der wohl bekanntesten Lernmethoden ist das Pareto-Prinzip, das auch Pareto-Effekt oder oftmals auch 80-zu-20-Regel genannt wird.

Der Begründer und Erfinder der Technik sagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die übrigen 20% der Ergebnisse dagegen benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Somit auch die meisten Nerven und die meiste Zeit.

Dieses Phänomen ist auch deinem Lernen ganz nah, denn es gibt Aufgaben, an denen du einfach lange sitzt und die eigentlich gar nicht so wichtig sind. Andere Aufgaben kannst du in schneller Zeit erledigen, aber genau die helfen dir dann wirklich besser zu lernen!

So ist das Pareto-Prinzip aufgebaut

Aufbau

Nicht nur beim Lernen ist dies eine Technik, die Erfolge erzielt, sondern auch Firmen haben das Phänomen für sich entdeckt.

Nicht umsonst hat eine Firma 80% des Umsatzes mit nur 20% der Produkte.

Ein anderes Beispiel ist dein Telefon: Wie viele Kontakte hast du eingespeichert?

Vermutlich viele. Mit den meisten davon hast du schon seit Monaten nicht mehr gesprochen. Auch hier tritt das Pareto-Prinzip auf. Die meisten Anrufe (ungefähr 80%) führst du mit nur 20% deiner gespeicherten Kontakte.

Das bedeutet, dass du meistens mit den gleichen Leuten redest.

So wendest du das Pareto-Prinzip in deinem Lernen an

Im Prinzip ist es ganz einfach. Denn die meiste Zeit, die du in dein Lernen investierst, sollte die Vorbereitung sein.

Niemand arbeitet gerne an einem chaotischen Schreibtisch oder muss immer die Lernmaterialien zusammensuchen.

Im Grunde besagt es, dass du ungefähr 20% der Zeit, die dir zur Verfügung steht, für deine Vorbereitung nutzen sollst. Denn so hast du schon etwa 80% des gesamten Lernaufwandes geschafft. Die anderen 80% deiner Zeit dient nun dazu, dir das Detailwissen anzueignen und somit die übrigen 20% deiner Arbeit zu bewältigen.

Zeit

Merke: Die Vorbereitung ist das A und O!

Auch beim Vokabellernen kannst du das Pareto-Prinzip leicht anwenden:

Hast du auch ab und an Vokabeln, die du einfach nicht in deinen Kopf bekommst? Schau dir folgendes Bild an und du wirst merken, dass es in den meisten Fällen gar nicht so schlimm ist:

Vokabeln

Doch hat das Pareto-Prinzip Vor- und Nachteile?

Ja, natürlich! Denn was hat keine Vor- oder Nachteile auf dieser Welt? Genau. Nichts.

Leider gehört zu einer Lerntechnik – genauso wie bei allem anderen – das Gute und das Schlechte dazu. Aber auch hierfür gibt es immer Lösungen.

Das sind die Vorteile:

+ Organisation

Da die Technik unter anderem darauf ausgelegt ist, dass du die meiste Zeit in die Organisation deines Lernprozesses stecken sollst, ist dies natürlich ein Vorteil. Falls du mehr über deine Lernorganisation lesen möchtest, dann schau mal hier.

+ flexibel

Wie du an den Beispielen sehen konntest, ist das Pareto-Prinzip sehr flexibel. Sowohl Firmen können es anwenden, aber auch du bei deinem Lernen oder deinem Telefonierverhalten. Mit ein bisschen Kreativität kannst du es auch für viele andere Bereiche in deinem Leben verwenden.

+ einfach

Da es einfach aufgebaut ist und keiner wirklichen Vorkenntnisse benötigt, ist es auch für einen Anfänger geeignet.

Das sind die Nachteile:

– Zeit

Das Prinzip funktioniert nicht beim ersten Mal, da jeder anders lernt. Es gehört ein bisschen Übung dazu, bis du herausgefunden hast, wie du deine Zeit am besten einteilen kannst. Allein das Herausfinden, wie viel Zeit du für die einzelnen Aufgaben benötigst, braucht Zeit. Aber nicht den Kopf hängen lassen: Übung macht den Meister!

– Ergebnis

Einer der größten Nachteile dieser Technik ist, dass es stark von deiner Prioritätensetzung abhängt. Die Lerntechnik kann nur zu einem optimalen Ergebnis führen, wenn du zum Beispiel deine Lernvorbereitung richtig definierst und somit auch das Beste dabei herausholst. Probiere dich aus und du wirst bestimmt den richtigen Weg finden!

Was denkst du über das Pareto-Prinzip?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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