Die Zeit zum Ausmisten

Ausmisten kostet oft Überwindung, aber am Ende ist es doch eine gute Sache gewesen, die dich glücklich macht. Und auch irgendwann einfach mal notwendig ist. Ich rede hier aber nicht vom Kleiderschrank ausmisten oder das Bücherregal ausmisten, sondern von viel wichtigeren Dingen. Dinge, die am Anfang unangenehm sind, aber doch notwendig sind, damit du dich weiter entwickeln und deinen eigenen Weg gehen kannst. Welche Dinge das sind?

Freunde

Freunde sind wichtig im Leben, aber nur wenn es die richtigen Freunde sind, die dir gut tun und dich nicht immer weiter runterziehen. Freunde müssen nicht gleich um die Ecke wohnen oder du musst sie auch nicht jeden Tag sehen. Das Einzige, was zählt, ist das Vertrauen, die Aufrichtigkeit und die Ehrlichkeit. Merkst du, dass du eine Freundin hast, die dir nicht gut tut? Dann versuche das Problem zu lösen, aber wenn das nicht funktioniert, ist es besser, sich zu trennen. Den Menschen, die nicht das beste für dich wollen, dir Dinge ausreden oder dir bei deinen Zukunftsplänen im Weg stehen, sind Menschen, bei denen sich eine Freundschaft nicht lohnt. Ich weiß, dass es schwierig ist, aber auf Dauer wirst du merken, dass es besser wird. Das kann schon damit anfangen, dass du einfach im Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt. Ich habe eine Freundin „verloren“, weil ich das Gefühl hatte, mich immer rechtfertigen zu müssen und damit ging es mir nicht gut. Ich habe versucht das Problem zu lösen und mit ihr zu reden, aber ich bin leider nur auf Unverständnis gestoßen, also habe ich für mich beschlossen, die Freundschaft zu beenden. Und mir geht es gut damit. Am Anfang war es schwierig, aber mit der Zeit fühle ich mich befreiter. Es ist leichter, sich nicht mehr rechtfertigen zu müssen oder zu diskutieren. Wie ich vorhin schon sagt, ist es nicht wichtig, ob du Freunde hast, die in der gleichen Stadt wohnen oder auf der anderen Seite der Welt. Wichtig ist, dass Vertrauen da ist. Heutzutage kann Freundschaft auf verschiedenen Ebenen statt finden: persönlich oder auch nur über Briefe oder soziale Netzwerke. Es ist nicht zwingend notwendig, den anderen persönlich getroffen zu haben. Freundschaft kann auch entstehen, wenn man tausende von Kilometern auseinander wohnt. Ich habe Freunde im Ausland (Teil 1, Teil 2 und Teil 3), die ich noch nie persönlich getroffen habe, aber mit denen ich auf einer Freundschaftsebene bin, dass ich ihnen alles erzählen würde und ich weiß, dass sie immer für mich da sind. Aber um nicht vom Thema abzukommen: Mach dir Gedanken, welche Freunde es wert sind, sie in deinem tollen Leben zu behalten und welche es nicht wert sind. Das kostet Überwindung und du musst ehrlich zu dir sein, aber das Leben, das dann leichter und lebenswerter macht (ohne Ärger), wird es dir danken.

life-862967_1280

Träume und Wünsche

Selbst Träume und Wünsche kannst du ausmisten. Hast du die gleichen Träume wie vor zehn Jahren? Mädchen haben als Kind oft den Traum Tierärztin zu werden und Jungen wollen Feuerwehrmann werden. Aber ist das noch der Traum, den du heute hast? Überdenke deine Träume und Wünsche, schreibe sie auf – hierfür wäre eine Bucket List eine Möglichkeit – und verfolge sie. Setze dir Ziele. Eine Studie hat ergeben, dass es hilft seine Träume in Gedanken zu durchleben. So kannst du sie leichter erreichen. Möchtest du sie immer vor Augen haben oder auch mal überarbeiten, wenn sich Träume oder Wünsche ändern? Dann gehe in den nächsten Schreibwarenladen oder in eine Buchhandlung und kaufe dir ein schönes Notizbuch, das nur für dich, deine Träume und deine Wünsche da ist. Du kannst mit Bleistift schreiben oder mit Kugelschreiber, du kannst Bilder hineinmalen oder Seiten herausreißen. Es ist dein Buch mit deinen Wünschen und Träumen, die du immer wieder überdenken, an dein Leben anpassen und – wenn du es für richtig hältst – auch verfolgen sollst.

Ziele

Setze dir Ziele. Mach dir einen Tee und entspanne. Überlege, was deine Ziele waren und ob sich die geändert haben. Sind es Ziele, die realistisch sind? Ziele hängen ganz fest mit deinen Träumen und Wünschen zusammen, aber Ziele sollten Dinge sein, die für dich erreichbar sind. Ziele sollen dich glücklich machen und dein Leben lebenswert machen. Früher war mein Ziel eine großartige Köchin mit eigenem Restaurant zu werden – die Ausbildung habe ich durchgezogen. Jetzt hat mein Ziel sich geändert, meine Leidenschaft gilt immer noch dem Kochen, aber auch dem Schreiben. Ich habe meine Ziele überdacht, bearbeitet und versuche jetzt den richtigen Weg zu gehen, um meine neuen Ziele zu erreichen. Die Ziele, die mich glücklich machen. Du kannst auch Ziele in eine Liste schreiben und wenn du weißt, wie du sie erreichen kannst, schreibe das dazu. Häng dir diese Liste in die Küche oder in die Nähe deines Schreibtisches, sodass du immer wieder daran erinnert wirst, wofür du jeden Tag arbeitest und warum du nur noch das machst, was dir wirklich Spaß macht. Ziele ausmisten gehört zum Leben dazu – genauso wie Ziele erreichen und manchmal auch an Zielen scheitern. Aber wenn du an dich glaubst, wirst du es schaffen!

stairs-918735_1280

Gedanken

Du wunderst dich, was man alles ausmisten kann? Gedanken sind meistens das größte Chaos, was ein Mensch besitzt. Gedanken können nicht einfach ausgeschaltet oder leise gedreht werden. Aber Gedanken helfen uns, unser Leben richtig zu bestreiten. Deine Gedanken machen dich zu dem Menschen, der du bist. Hast du schlechte Gedanken, wirst du das auch nach außen ausstrahlen, hast du gute Gedanken, werden die Leute merken, wie glücklich du bist. Oft sind schlechte Gedanken im Kopf, wenn du das Gefühl hast, Zeit verloren zu haben, aber du musst das positiv sehen. Ich habe fast 2 1/2 Jahre eine Ausbildung gemacht und jetzt möchte ich nicht mehr in dem Beruf arbeiten. Natürlich denke ich mir manchmal, dass es Zeit gewesen wäre, die auch für etwas anderes hätte nutzen können, aber ich verliere mich nicht in den Gedanken, sondern mache mir klar, dass ich auch durch die Zeit in der Ausbildung zu dem Menschen geworden bin, der ich heute bin. Ohne die Ausbildung hätte ich nicht so viel im Bereich Kochen und Backen gelernt und ich hätte auch nie meinen Freund kennen gelernt. Zeiten, die uns im Nachhinein falsch erscheinen, können auch gute Seiten haben. Miste deine Gedanken aus und versuche aus allem das Positive herauszuziehen. Oft machst du dir mit negativen Gedanken nur selbst das Leben schwerer als es ohnehin schon ist.

Ausgaben

Das ist oft ein schwieriges und chaotisches Thema, aber gibst du mehr Geld aus als du eigentlich müsstest? Miste deine Ausgaben aus. Hast du eine Zeitung abonniert, die du nicht mehr liest? Dann kündige sie und schon hast du wieder Geld gespart, das du für andere Dinge nutzen kannst. Über Ausgaben will niemand wirklich reden, aber ab und zu solltest du trotzdem ein Blick auf dein Konto werfen, welche Ausgaben du hast und welche du eigentlich nicht brauchst. Hast du hier erst einmal angefangen auszumisten, wirst du merken, dass es sich lohnt, es ab und zu wieder zu tun. Geld sparen kann deine Gedanken ändern und dich glücklich machen.

money-950995_1280

Prioritäten

Hast du deine Prioritäten richtig gesetzt? Prioritäten sind nicht immer solche, die für andere am besten sind, sondern die, die auch für dich am besten sind. Steigt dir alles über den Kopf und du brauchst eine Auszeit? Dann gönn dir eine Auszeit. Prioritäten hängen auch mit deinen GEdanken, mit deinen Zielen und deine Träumen zusammen. Wichtig ist, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Deine erste Priorität sollte immer du selbst sein. Habe das immer im Hinterkopf und versuche nur das zu tun, was du tun möchtest. Es ist egal, was andere sagen oder denken, wichtig ist, was du willst. Es ist dein Leben. Du machst das richtige und wenn nicht, lernst du eben aus den Fehlern. Aber es waren deine Entscheidungen. Hast du zum Beispiel ein Jobangebot erhalten und du hast das Gefühl „du willst das nicht“, dann mache es nicht. Niemandem ist geholfen, wenn du dich gezwungen fühlst und somit nur halb so viel leistest wie jemand, der wirklich Spaß daran hat. Suche dir ein Hobby (vielleicht Sport) und mache das mit Leidenschaft und genieße es. Priorität bist du!

Mailkonten

Was auch nervig ist, sind die Mailkonten, die ab und zu ausgemistet werden müssen. Hier Werbung, dort ein Newsletter. Das ist nervig und schwer in den Griff zu bekommen, weil du das Gefühl hast, es hört nie auf. Also hier die Lösung: Kommt ein Newsletter, mache ihn auf und scrolle nach unten. Dort gibt es immer ein Feld „Newsletter abbestellen“, darauf klicken und abbestellen. Du musst das nicht alles auf einmal mal, aber immer wenn einer kommt, bestellst du ihn ab, so wird es von Zeit zu Zeit weniger.

Das waren einige Dinge, die du ausmisten kannst (außer deinen Kleiderschrank und dein Bücherregal). Möchtest du noch mehr erfahren, wie das Leben leichter wird?

Hier sind 25 Dinge, die dein Leben einfacher machen!

8 Gedanken zu “Die Zeit zum Ausmisten

  1. Schöner Artikel, Lena. Dazu – und speziell zu deiner Passage mit deiner Ausbildung – fällt mir ein (frei umformuliertes) Zitat von Steve Jobs ein: Im Leben setzt du verschiedene Punkte, aber verbinden kannst du sie immer nur im nachhinein.

Schreibe einen Kommentar

Folge mir auf Facebook!schliessen
oeffnen